Wie Software alles noch besser macht

Wenn man sich die Frage stellt, was den Menschen von Tieren unterscheidet, so muss die Antwort lauten: Sein Verstand und damit die Fähigkeit, über sich selbst und seine Existenz nachzudenken. Beides macht den Menschen gleichermaßen einzigartig. computer1

Seinen Ver stand hat der Mensch im Laufe der Geschichte nicht nur genutzt, um für ein geregeltes Zusammenleben in Frieden zu sorgen und sowie Wohlstand zu generieren. Der Mensch ist auch der Erfinder schlechthin: Wir Menschen hatten und haben unzählige geniale Einfälle, die das Leben erleichtern und uns bereichern. Gute Beispiele sind an dieser Stelle beispielsweise die Erfindung der Druckerpresse oder die Erfindung des Telefons und später des Internets, durch das die Möglichkeit der globalen Kommunikation Realität wurde. Großartige Erfindungen der Postmoderne sind so vor allem virtueller Natur. Mit anderen Worten: Die Erfindung der Moderne ist die Software.

Warum ist Software so wichtig?

Wenn man von Software im Zusammenhang mit Erfindungen spricht, könnte man gleich zwei wichtige Gründe nennen, warum diese für uns heute unverzichtbar ist: Das eigentliche Ziel von Software ist nicht die Bewältigung einer bestimmten Aufgabe, wie das etwa bei mechanischen Geräten der Fall ist. Vielmehr wird mit Software das Ziel verfolgt, dem Menschen Aufgaben abzunehmen. Der erste Grund für die riesige Bedeutung von Software in unserer modernen Welt ist somit der Zeit- beziehungsweise Zeitersparnisfaktor, der vor allem durch eine immer größere Automatisierung entsteht.

Der zweite wichtige Grund für die große Bedeutung von Software ist, dass durch Software immer mehr Aufgaben des realen Lebens in den virtuellen Bereich verlagert werden und durch bloße Simulation von zu Hause oder jedem beliebigen anderen Ort der Welt aus bewältigt werden können.

Im Online-Banking reicht es beispielsweise, sich einzuloggen und bestimmte Transaktionen durchzuführen und den Vorgang per TAN- oder einem anderen Sicherheitsverfahren zu bestätigen, um innerhalb weniger Minuten Geld vom eigenen auf andere Konten zu transferieren. Filialbanken werden damit – bis auf die Tatsache, dass online (noch) kein Geld abgehoben werden kann – überflüssig. Das machen sich bereits jetzt viele Banken zu Nutze, die nur noch als sogenannte Direktbanken existieren.

Wo ist Software nützlich?


Schriftverkehr

Durch die Erfindung der erste Computer-Betriebssysteme in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren wurde der komplette Schriftverkehr, der vorher zum größten Teil durch Schreibmaschinen angefertigt wurde, virtualisiert und somit das Drucken in vielen Fällen überflüssig gemacht. Insbesondere, was Kommunikation zwischen Privatpersonen und/oder Unternehmen angeht, hat die E-Mail in vielen Fällen den Briefverkehr ersetzt. Aber auch in den Unternehmen selbst wird nunmehr ausschließlich mit Software gearbeitet. Manche Unternehmen verfügen sogar über eigens entwickelte Betriebssysteme, in die sich Mitarbeiter einloggen, um interne Aufgaben zu erledigen. Andere wiederum nutzen etablierte Betriebssysteme wie Windows, Linux oder MacOS, um eigens entwickelte Programme darauf aufzuspielen und so eine unternehmensweite Datenbank anzulegen.

Unterhaltung

Dank der Erfindung von Software konnte der Bereich der Unterhaltungselektronik entstehen. Unzählige, softwarebasierte Computerspiele sorgen seit Jahrzehnten für Unterhaltung auf dem eigenen Computer oder der Konsole.computer2

Sogar das Fernsehen, das lange Zeit satelliten-basiert funktionierte, wird immer mehr über das Internet genutzt. Zusatzsoftware macht während des Fernsehens auch andere Tätigkeiten wie etwa das Home Shopping, das Musikhören, das Surfen, das Abspielen von Videos oder Öffnen von Fotos etc. auf einem einzigen Gerät möglich.

Gleiches gilt für Smartphones, deren Hauptzweck nunmehr nicht mehr das Telefonieren ist, sondern Kommunikation mit Hilfe von Messenger-Programmen wie Facebook, Whatsapp oder Snapchat zu ermöglichen, und gleichzeitig, um Musik zu streamen. Internet-Zugang zu ermöglichen, Fernsehsender empfangbar zu machen, Kochrezepte bereitzustellen, zu wecken, bei der Lebens- und Gesundheitsplanung zu helfen und so weiter- die Liste ist endlos.

Software im Casino

Wenn es die Aufgabe von Software ist, Bereiche des realen Lebens zu ersetzen, dann hat das in kaum einem anderen Bereich so gut geklappt wie im Bereich der Online-Casinos. Musste man sich früher schick kleiden und womöglich auch noch weit fahren und Eintritt bezahlen, um ein Casino zu besuchen, so reicht es heute, den Browser oder eine der unzähligen Casino-Apps zu öffnen, um an eine Riesenauswahl von Spielen zu gelangen, die aus logistischen Gründen in einem realen Casino nicht möglich wäre.

Der Einsatz von Software ermöglicht hier also nicht nur Zeit- und Reiseersparnis, sondern vergrößert auch immens die Auswahl und verbessert damit insgesamt das Spielerlebnis. Das Gleiche gilt im Übrigen für Sportwetten, die ebenfalls von zu Hause eingegangen werden können, ohne dafür ein Wettbüro aufzusuchen. Sogar Lotto kann nunmehr mit Hilfe von Software online gespielt werden. Kurzum: Software bereichert unser Leben nicht hinsichtlich des effizienten Arbeitens, es erleichtert und erweitert auch die Unterhaltungsmöglichkeiten und den Freizeitspaß in jedem erdenklichen Bereich.